Journey through paradise
Iquique

Meinen letzen Aufenthalt in Chile hatte ich schließlich in Iquique. Dort war ich dann auch zum ersten Mal alleine, ich habe zwar im Hostel ein paar nette Mädels kennengelernt, die sind aber am nächsten Tag abgereist und ansonsten war niemand da mit dem ich wirklich etwas unternehmen wollte. Also habe ich mir Iquique alleine angeschaut. Die Stadt ist wirklich wunderschön, wie ein Paradies. Sie liegt mitten in der Wüste und gleichzeitig am Meer, besteht aus lauter schönen bunten Häusern, Palmen und Strandpromenaden. Ich könnte fast sagen, dass ich diese Stadt lieber mag als Valparaiso aber Valparaiso bleibt meine Lieblingsstadt in Chile, da sie einfach außergewöhnlich ist. Der eigentliche Grund, warum ich unbedingt nach Iquique kommen wollte,, war nicht, dass ich einen Badeurlaub machen wollte, was bei einem Meer von ca 4 Grad Temperatur irgendwie nicht so toll ist. Ich bin nach Iquique gekommen, um paragliding zu machen...Und es hat sich gelohnt! Hinter bzw über der Stadt sind riesige Sanddünen von denen man dann mit dem Paraglideschirm (oder wie das heißt) startet um dann am Ende an einem der Strände zu landen. Ich war ziemlich aufgeregt, hab dann einen gutaussehenden Paraglidebegleiter mit hässlichem Paraglideschirm in orange grau bekommen. Naja man kann nicht alles haben. Nachdem ich meinen tollen Fliegeranzug angezogen und den Helm aufgesetzt habe bekam ich ein paar Anweisungen und bin dann mit dem Kerl und dem Schirm auf den Abgrund zu gerannt...Und es war ziemlich toll! Ich hab die ganze Zeit gedacht ich träume, es hat sich auch echt irgendwie stabil angefühlt und unter mir sind die Autos lang gefahren, ich hab das Meer gesehen und ganz viele andere Paraglider...Leider ist mir ein wenig schlecht geworden. Am Ende des Fluges sind wir am Strand gelandet direkt vor einem aus Tüchern zusammengebastelten Haus von Menschen, die anscheinend dort drin wohnen. Ein Kind stand davor und schaute uns an und ich kam mir in dem Moment ziemlich schlecht vor, mit dem Gleitschirm direkt vor diesem „Haus“ zu landen indem die Menschen wahrscheinlich froh sind, wenn sie sich jeden Tag genug zu essen besorgen können. Generell bedeutet Armut hier ja nicht, dass man in einer kleinen Wohnung wohnt und nicht ins Kino gehen kann, sondern dass man wirklich ums Überleben kämpft. Gestern habe ich einen Mann auf der Straße liegen sehen und niemanden hat es gekümmert. Der hätte gut tot sein können aber die Leute sind an ihm vorbei gegangen als sähen sie ihn nicht...das fand ich schon schockierend. Ich kann wirklich froh sein, dass ich aus Deutschland komme und immer alles hatte, was ich brauchte. Danke an der Stelle an meine Eltern bzw an die Lieblingsstalker meines blogs. Ich weiß nicht, ob ich das schon geschrieben habe aber hier lernt man wirklich zu schätzen was man hat und wenns „nur“ ein Klo mit Klopapier oder eine warme Dusche ist. Trotz allem war Iquique eine schöne Stadt und ich werde definitiv nie vergessen wie toll Paragliden ist. Damit ist meine Zeit in Chile auch schon so gut wie abgeschlossen auch wenn ich im März nochmal 10 Tage vorbei kommen werde. Ich weiß noch nicht genau, was ich vermissen werde. Es war jedenfalls eine sehr interessante, tolle aber manchmal auch schwierige Zeit mit vielen mehr oder weniger interessanten Menschen und Erfahrungen. Und genau das war doch das was ich wollte. Jetzt beginnt mein Aufenthalt in Peru und ich bin gespannt was passieren wird.
5.1.11 18:47
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lisa / Website (8.1.11 09:42)
Lauriii! Krass, paragliden, wie cool!
Und ich wünsch dir gaaanz viel Spaß in Peru! Das wird sicher auch super.
Ich bin grad am Endspurt, das Wochenende verbring ich lernend, Montag schreib ich ne Klausur und dann guck ich mich in England noch ein bisschen um.
Liebe Grüße!

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