Journey through paradise
Nur die Wurst hat zwei

Das ist dann jetzt wohl mein letzer Eintrag...So ist das leider...meine Zeit hier ist nun zuende und morgen geht mein Flieger den ich übermüdet und mit sehr viel Übergepäck nehme werde, nachdem Airfrance vergessen hatte mich rein zu buchen...naja egal.

Meine letzen Tage in Chile habe ich relativ ruhig verbracht, ich war in Valparaiso in meinem Lieblingshostel, lag meistens nur am Strand, war abends den einen oder anderen Pisco trinken. Einen Tag war ich in einem von Pablo Nerudas wunderschönen Häusern auf der Isla Negra. Leider kann man von seinen Zimmern nicht von innen Fotos machen, ich habe es von Außen versucht. Ich habe bis jetzt zwei seiner Häuser gesehen und war von beiden begeistert. Er muss ein echt toller Mann gewesen sein, was er alles gesammelt hat? Eine Sammlung verschiedenster, schöner Gegenstände aus aller Welt, viele Flaschen, Muscheln, Gegenstände, die zu Schiffen gehört haben...ein bisschen etwas konnte ich fotografieren. Danach saß ich bestimmt 2 Stunden einfach nur am wunderschönen Meer, kein Wunder, dass Neruda so schöne Gedichte geschrieben hat.

Bis heute morgen war ich dann in Valdivia, habe meinen viel zu vollen Koffer abgeholt, mit Claudia in Niebla ein letzes Mal Käseempanadas und Anticucho gegessen,Arlene und Alonso verabschiedet, eine Bootstour gemacht und mit Claudi, Pablo und Clo ein letzes Mal in der Ultima Frontera gewesen...

Wie ich mich jetzt gerade fühle? irgendwie nich besonders spektakulär. Ich denke ich mache mir eine Liste, was hier meine highlights waren und was ich gelernt habe. Und das ist auf jeden Fall eine Menge. Alles in allem, war dieser Aufenthalt in Lateinamerika einfach nur großartig und voll von neuer Erfahrungen. Es war genauso wie ich es wollte, auch wenn ich manchmal echt fast die Krise bekommen hätte. Aber nun ist es auch schön, wieder nach Hause zu kommen und hoffentlich das, was ich hier gelernt habe, anwenden zu können.

Ich weiß zwar nicht, wer die Lust und Zeit hatte sich immer alles durchzulesen aber ich hoffe, der blog hat gefallen.

Bis dann in Deutschland

30.3.11 23:08


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Cordoba, Mendoza und argentinischer asado

Nach Salta binn ich dann nach Cordoba weitergefahren, einer wunderschönen künstlerischen Stadt. Am zweiten Abend war ich mit einigen Leuten aus meinem Hostel auf einem Open Air Konzert einer brasilianischen Reggaeband im Stadtpark. Das war eine wirklich schöne Erfahrung mit toller Atmosphäre und ich muss wirklich irgendwann mal nach Brasilien, nicht nur der schönen Männer wegen

Ansonsten war ich einen Tag alleine im Nationalpark, was beeindruckend war, klein Laura ganz alleine mitten in der Natur. Das einzige was ich gehört habe, war das Rauschen des Windes. Kondore habe ich leider keine gesehen. Beim Nachhauseweg habe ich leider über 90 Minuten an einer verlassenen Straße auf meinen Bus warten müssen und sah mich schon im Nationalpark bei den Kühen schlafen. Zum Glück hat aber noch alles gut geklappt.

In Mendoza habe ich dann meien Freundin Naty besucht, wir waren gemeinsam im Park, haben wie wirklich jeder Argentinier Mate getrunken und gestern waren wir gemeinsam in einer von Mendozas zahlreichen "bodegas", wo Wein hergestellt wird und haben dort eine Führung bekommen und Wein probiert. Vorher war ich bein Naty zuhause und sie hat den leckersten Argentinischen asado gemacht, den man sich vorstellen kann ("asado" bedeutet soviel wie "barbecue". In argentinien macht man meistens einmal die Woche mit der ganzen Familie asado...und dabei sind die argentinierinnen wirklich schlank. Aber die Argentinier sind mir im großen und ganzen wirklich sympatisch, schwatzen zB im Schwimmbad mit jedem, der sich gerade in der Nähe befindet und teilen auch gerne auf Touren ihren Mate mit der ganzen Reisegruppe inklusive dem Guide... Meine Zeit in Argentinien war jedenfalls auch ohne Rainbow Gathering großartig und ich wollte garnicht mehr weg. Aber heute nacht bin ich dann schließlich über die Grenze gefahren und diesmal musste die Gendarmerie auch kein Essen von mir beschlagnahmen.

Nun verbringe ich noch 3 Tage in Valparaiso bevor es nach Valdivia geht um meine Sachen zu holen...jaja die Zeit ist bald zu Ende...

24.3.11 13:41


Ab nach Argentinien

Nachdem ich in Uyuni war und dort einen wunderschönen Salzsee besucht habe, bin ich wieder in Argentinien angekommen, nach 18 Stunden Fahrt, einer Durchquerung mit dem Rucksack durch eine bolivianische Grenzstadt (Villazon)...

Hier fühle ich mich ehrlich gesagt doch etwas sicherer und wohler, ich war vor 2 Tagen seit 2 Monaten wieder in einem großen Supermarkt und habe ein Kino gesehen...

Während ich mich total in Peru verliebt habe, hat Bolivien mich nur ein wenig überzeugt. Der Unterschied zu Argentinien ist gewaltig...

Im Moment bin ich in Salta, habe ein zwei Touren gemacht, wovon eine in den Norden und eine in den Süden ging, bin dem Charm der argentinischen Tourguides ausgewichen (der erste hat sich neben mich gehockt und mich einfach nur angeschaut, der zweite hat mir papierblumen gebastelt und gedichte rezitiert...) Tja :D

Heute Nacht fahre ich nach Cordoba, mit dem Rainbow Gathering ist es leider nix geworden auch wenn ich mich wahnsinnig drauf gefreut habe, nur leider findet es nicht, wie geplant in Tucuman sondern eine Tagesreise entfernt fast in Brasilien im sonstwo statt und da ich noch nach Valdi zurück muss...Tja... Schade aber was soll ich tun.

Ich habe hier argentinischen "Asado" (Grillfleisch) gegessen...sehr lecker, war auf einer sogenannten Pe~na, bei der sich die Menschen treffen und Musik machen und bin zu folgendem Entschluss gekommen: Wenn ich heiraten sollte, dann einen Argentinier! Die Männer hier sind schön, können singen, tanzen, gitarre spielen und schreiben einem Gedichte (hat mich zugegebenermaßen beeindruckt). 

Hab also wieder ein paar Fotos hochgeladen und bin gerad nich so motiviert, mehr zu schreiben, weil ich nur 5 Stunden geschlafen habe (wegen der pe~na und ich musste dann halt auschecken...)

Noch 17 Tage bis Deutschland.

14.3.11 19:44


Bolivia


Nachdem ich meinen Freiwilligendienst und meine schöne Zeit in Cusco beendet habe,bin ich mit Claudi nach Puno aufgebrochen um dort den Titicacasee und die Inseln zu besuchen.

Bei einer sehr abenteuerlichen Story, die ich dann in Deutschland porsönlich erzählen werde, sind mir leider u.a. mein MP3 Player und mein Handy geklaut worden. Da mein Mp3 Player mein baby ist war ich ziemlich traurig, aber irgendwann kams mal wieder so, dass ich dachte "Part of the experience."

Der Titicacasee ist riesig. Er ist quasi wie ein Meer...In Bolivien, in Copacabana waren wir auf der Isla del Sol und haben dort zum Entzücken meiner Freundin zwei Argentinier kennengelernt. Bolivien ist einfach nur schweinegünstig, man kann es nicht anders sagen. Wir haben eine Nacht in einem sehr schönen Hotel für 5 Euro verbracht, ein Mittagessen kostet umgerechnet 2-3 Euro... Generell erinnert mich Bolivien sehr an Peru, nur dass die Menschen nicht so nervig sind, wenn man bei ihnen im Laden steht und einen weniger verarschen...und...achja...die öffentlichen Toiletten sind noch ein Stück schlimmer als in Peru. Aber man gewöhnt sich ja an alles.

Anschließend sind wir nach LaPaz gefahren...ist ehrlich gesagt nich so hübsch hier, die Häuser sind alle aus Backstein und nich gestrichen und die Höhe geht mir auch aufn Geist. Aber das Hostel ist sehr gut, haben uns einfach mal in ein Partyhostel eingecheckt, wo man leider keine Nacht nüchtern überlebt, es sei denn man hat die Nacht vorher gefeiert

 Gestern waren wir beim zweitgrößten Karneval der Welt in Oruro...um 3 mussten wir aufstehen, saßen in einem arschkalten Bus um dann den ganzen Tag (!) die Parade anzuschauen, was sich wirklich gelohnt hat. Es war sehr schön, sehr bunt und sehr bolivianisch...das war wirklich ein besonderes Erlebnis...in Bolivien feiert man Karneval mit Schaumsprühflaschen und Wasserbomben und im Laufe des Tages waren wir alle voller Schaum, haben aber auch kräftig zurück gesprüht.

Noch 25 Tage bis ich wieder da bin...ich versuche die Zeit hier zu genieén, freue mich aber auch schon auf Deutschland. Unter Fotos gibts wieder ganz viel zu sehen (uiiii)

 

6.3.11 20:16


Vollmond

Heute Abend gehe ich auf eine Vollmondzeremonie von befreundeten Schamanen (müssen Kokablätter kaufen) und ich freu mich schon total. Das Konzept des Schamanismus finde ich sehr schön und interessant, im Grunde geht es darum, die Erde (Pacha Mama) und ihre Bewohner mit Respekt zu behandeln.

Vor ein paar Tagen war ich mit einem Freund im Mondtempel, was eine sehr interessante Erfahrung war. Ich bin in den Tempel hinein gekommen und man hat definitiv gespürt dass da irgendwas ist. Momentan fotografiere ich sowieso andauernd Orbs...Dass Land ist eben einfach magisch. Allerdings muss ich bald zurück kehren...die Zeit in Cusco neigt sich dem Ende zu. 

Mein Projekt ist nach wie vor toll, ich habe von dem Geld, was mir meine Eltern geschickt haben, Farbe gekauft und wir haben gestrichen, außerdem haben wir das Dach vorm Einstürzen gerettet. Die Arbeit mit den Kids macht mir nach wie vor viel Spass, auch wenn es oft anstrengend ist, weil sie viel Aufmerksamkeit und Energie brauchen. Die Geschichten der Kinder sind teilweise sehr traurig: Juan, ein 11 jähriger Junge, weiß nicht wer sein Vater ist, da seine Mutter als Prostituierte arbeitet. Roxana, ein 12 jähriges Mädchen muss sich um ihre 5 jüngeren Geschwister kümmern, als wäre sie die Mutter, weil ihre Mutter dazu nicht in der Lage ist. Gonzalo, ebenfalls 12, ist das einzige Kind seiner Familie, das kein Alkoholiker ist... Trotz dieser Hintertgründe sind die Kinder wirklich wundervoll und tragen viel Freude in sich. Ich hoffe, dass das bei ihnen auch so bleibt, fürchte aber, dass viele in ihrer Jugend abrutschen werden. Luisa, die Koordinatorin, hat bereits erzählt, dass ein 13 jähriger, der auch im Projekt war, nun im Jugendknast sitzt...Ich bin jedenfalls froh, in der Zeit wo ich da bin soviel wie möglich helfen zu können und wir haben innerhalb von 2 Wochen mit etwas Farbe das Projekt wirklich verschönert. Fotos habe ich nun auch hoch geladen.

Das Wetter hier ist blöd, es ist wie April in Deutschland und regnet fast jeden Tag irgendwann...Regenzeit eben. Dafür ist alles sehr schön grün. Und besser als der deutsche Winter ist es auf jeden Fall.

18.2.11 15:13


Soviel

Schande über mich! Nun bin ich seit einem Monat in Peru und ich kann nur sagen: WOW! Ich liebe das LAnd, ich liebe die MEnschen und ich habe bisjetzt großartige Erfahrungen gemacht. Allerdings möchte ich einige Erfahrungen eher persönlich erzählen als aufzuschreiben, also fragt mich einfach 1. Ich war 10 Tage im Meditationszentrum um Meditation Vipassana zu lernen. 2. Ich bin seit einer Woche in einem Projekt, das sich mit Kindern aus armen und gewaltätigen Familien beschäftigt. Meine Aufgabe ist es, Aktivitäten zu organisieren, mit den Kindern zu spielen und sie lieb zu haben, was einfach ist, da die Kinder einfach wundervoll sind. Fotos vom Projekt werden folgen. 3. Die wahrscheinlich interessanteste Erfahrung meines Lebens hatte ich dieses Wochenende, welches ich bei Schamanen verbracht habe. Dort habe ich eine andere, völlig faszinierende Welt kennengelernt. 4. Vor einer Woche bin ich den Incatrail gelaufen...Leider war das Wetter nicht ganz so gut und meine Gruppe war auch nur teilweise nett aber die Natur war wunderschön. Es war wahnsinnig anstrengend, andauernd Bergauf- oder bergab zu wandern, ich wurde aber mit wunderschöner Natur und dem Machu Piccu belohnt. Fotos werde ich bzw habe ich hochgeladen... Viel Spass damit!
7.2.11 16:01


Iquique

Meinen letzen Aufenthalt in Chile hatte ich schließlich in Iquique. Dort war ich dann auch zum ersten Mal alleine, ich habe zwar im Hostel ein paar nette Mädels kennengelernt, die sind aber am nächsten Tag abgereist und ansonsten war niemand da mit dem ich wirklich etwas unternehmen wollte. Also habe ich mir Iquique alleine angeschaut. Die Stadt ist wirklich wunderschön, wie ein Paradies. Sie liegt mitten in der Wüste und gleichzeitig am Meer, besteht aus lauter schönen bunten Häusern, Palmen und Strandpromenaden. Ich könnte fast sagen, dass ich diese Stadt lieber mag als Valparaiso aber Valparaiso bleibt meine Lieblingsstadt in Chile, da sie einfach außergewöhnlich ist. Der eigentliche Grund, warum ich unbedingt nach Iquique kommen wollte,, war nicht, dass ich einen Badeurlaub machen wollte, was bei einem Meer von ca 4 Grad Temperatur irgendwie nicht so toll ist. Ich bin nach Iquique gekommen, um paragliding zu machen...Und es hat sich gelohnt! Hinter bzw über der Stadt sind riesige Sanddünen von denen man dann mit dem Paraglideschirm (oder wie das heißt) startet um dann am Ende an einem der Strände zu landen. Ich war ziemlich aufgeregt, hab dann einen gutaussehenden Paraglidebegleiter mit hässlichem Paraglideschirm in orange grau bekommen. Naja man kann nicht alles haben. Nachdem ich meinen tollen Fliegeranzug angezogen und den Helm aufgesetzt habe bekam ich ein paar Anweisungen und bin dann mit dem Kerl und dem Schirm auf den Abgrund zu gerannt...Und es war ziemlich toll! Ich hab die ganze Zeit gedacht ich träume, es hat sich auch echt irgendwie stabil angefühlt und unter mir sind die Autos lang gefahren, ich hab das Meer gesehen und ganz viele andere Paraglider...Leider ist mir ein wenig schlecht geworden. Am Ende des Fluges sind wir am Strand gelandet direkt vor einem aus Tüchern zusammengebastelten Haus von Menschen, die anscheinend dort drin wohnen. Ein Kind stand davor und schaute uns an und ich kam mir in dem Moment ziemlich schlecht vor, mit dem Gleitschirm direkt vor diesem „Haus“ zu landen indem die Menschen wahrscheinlich froh sind, wenn sie sich jeden Tag genug zu essen besorgen können. Generell bedeutet Armut hier ja nicht, dass man in einer kleinen Wohnung wohnt und nicht ins Kino gehen kann, sondern dass man wirklich ums Überleben kämpft. Gestern habe ich einen Mann auf der Straße liegen sehen und niemanden hat es gekümmert. Der hätte gut tot sein können aber die Leute sind an ihm vorbei gegangen als sähen sie ihn nicht...das fand ich schon schockierend. Ich kann wirklich froh sein, dass ich aus Deutschland komme und immer alles hatte, was ich brauchte. Danke an der Stelle an meine Eltern bzw an die Lieblingsstalker meines blogs. Ich weiß nicht, ob ich das schon geschrieben habe aber hier lernt man wirklich zu schätzen was man hat und wenns „nur“ ein Klo mit Klopapier oder eine warme Dusche ist. Trotz allem war Iquique eine schöne Stadt und ich werde definitiv nie vergessen wie toll Paragliden ist. Damit ist meine Zeit in Chile auch schon so gut wie abgeschlossen auch wenn ich im März nochmal 10 Tage vorbei kommen werde. Ich weiß noch nicht genau, was ich vermissen werde. Es war jedenfalls eine sehr interessante, tolle aber manchmal auch schwierige Zeit mit vielen mehr oder weniger interessanten Menschen und Erfahrungen. Und genau das war doch das was ich wollte. Jetzt beginnt mein Aufenthalt in Peru und ich bin gespannt was passieren wird.
5.1.11 18:47


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