Journey through paradise
Pucon

Von Freitag bis Montag war ich in dem wunbderschönen Städchen Pucon, einer Stadt im Norden von Valdivia, direkt in der Nähe von mehreren Seen und Vulkänen.

Freitag morgens sind Mö, Daniel aus Brasilien und ich mit dem Bus los gefahren und waren zweieinhalb Stunden später in Pucon, wo wir in dem schönsten Hostel der Welt eingecheckt haben. Dieses Hostel war sehr klein und wahnsinnig gemütlich, und familiär. Miriam und ich werden dort eventuell Silvester feiern.

Nachmittags haben wir dann eine Tour zu einigen Wasserfällen gemacht...die Wasserfälle waren wunderschön aber die Tour, bei der wir mehr im Auto als draußen waren, hätte ich mir eher gespart. Dort haben wir dann Ed aus Dubai kennen gelernt, der für eine Fluggesellschaft arbeitet und deswegen sehr viel reisen kann. Da Miriam und ich auch gerne reisen würden und er Moslem ist und somit vier Frauen heiraten darf, waren wir doch versucht, uns einzuheiraten, haben den Gedanken dann aber doch wieder verworfen Abends haben wir dann mit ihm gekocht, bzw er hat für uns in einem Hostel gekocht und ich habe weitere Backpacker kennengelernt und war wirklich neidisch. Wenn ich dann auch irgendwann mal selber Geld verdiene mach ich das auch  

Samstag waren wir dann raften, was wirklich super war. Wir waren ein Team von ca 7 Leuten in einem Boot und mussten "auf Befehl" mit unserer Paddel in irgendeine Richtung paddeln...Dazu hatten wir u.a. einen Neoprenanzug an, der sich später als undicht erwies. Es war richtig super und wir wären öfters mal fast aus dem Boot gefallen. Am Ende haben wir uns dann aus dem Boot fallen lassen und waren im ca 4 Grad kalten Fluss. Und da fiel mir dann auf, dass die Sachen undicht waren...ich hätte mich genauso gut auf ein Nagelbrett legen können. Aber nur die Harten kommen in den Garten. Abends sind dann noch Naty, Fabri (aus Argentinien ( und Iva (Brasilien) gekommen und wir haben Pizza gebacken, die wir alle nicht vertragen haben.

Sonntag habe ich Canopy gemacht, d.h. wir sind 12 Meter über dem Boten über Drahtseile balanciert (natürlich gesichert aber man weiß nie bei den chilenischen Konstruktionen) und sind per Seilbahn über den Flüss geschlittert...das war ziemlich gut. Abends waren wir noch in heißen Quellen baden, was trotz der heißen Quellen sehr kalt war...aber trotzdem ein tolles Erlebnis.

Und Montag, nach der kältesten Nacht meines Lebens in dem hässlichsten cabana Pucons (die Geschichte dazu aufzuschreiben würde zu lange dauern) haben wir Montag noch einen Ausflug zu einem wunderschönen Wasserfall gemacht, so etwas habe ich wirklich noch nicht gesehen! Ich habe zum Glück ein paar Fotos gemacht, so dass ihr euch das alles anschauen könnt. Es war wirklich ein ereignisreiches Wochenende...

Übrigens ist es immer wieder erstaunlich, dass trotz der gängigen lateinamerikanischen Verplantheit trotzdem immer alles gut geht. Naty, Iba, Fabri und ich hatten uns zwischendurch im Wald verlaufen und sie hatten es auch nicht wirklich eilig. Hätte uns am Ende nicht ein Truck hinten mitgenommen, hätten wir den letzen Bus nach Valdivia verpasst. Aber irgendwie geht immer alles gut und es wird immer ein Abenteuer draus.

 

 

17.9.10 01:51


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Mapuche, Fonetik...

So, mal wieder ein dringend nötiger Eintrag!

Ich fang mal ungeordnet an zu erzählen... Also das Wetter hier ist viel besser geworden und wie ich höre nun sogar besser als in Deutschland. Ich wache morgens nicht mehr auf und denke ich müsste erfrierenund heute konnte ich sogar im Pulli rum laufen. Langsam fangen hier alle Bäume zu blühen an und da der Frühling meine Lieblingsjahreszeit ist muss ich demnächst mal unbedingt ein paar Fotos machen, die ich rein stellen werde.

Mö, ich und zwei andere deutsche Mädels nehmen an einem Fonetikexperiment teil und mussten heute in einem Schalldichten Raum alle möglichen Sätze auf Spanisch und auf Deutsch sagen. Dieser Raum war ziemlich witzig, man lieg auf Drahtseilen und überall war Schaumstoff. Naja wir wurden jedenfalls aufgenommen und unsere Ergebnisse werden ausgewertet und es wird u.a. geschaut, ob ein unsere Stimmen wegen des Akzentes trotzdem zu unterscheiden sind. Dafür bekommen wir dann eine 7 (bestnote hehe) in einer Teildisziplin. Aber es war auch so interessant.

Gestern war eine Mapuche Frau an der Uni, die hier in Chile eine relativ bekannte Sängerin ist. Es war sehr interessant ihr zuzuhören wie sie von ihrer Kultur erzählt hat. Sie hat so lebhaft erzählt, dass man ihr einfach zuhören musste (und der argentinische Akzent ist auch viel leichter zu verstehen)  Abends sind wir dann gleich auf ein Konzert von ihr gegangen für umgerechnet 1,50 E. Die Musik war ein wenig gewöhnungsbedürftig aber sehr schön (so wie man sich typische "Indianermusik" vorstellt. Interessant zu erfahren, dass diese Musik die Natur wie zB das Wasser nachahmt.

Ansonsten war ich Samstag mal wieder auf einer Feier. Die Chilenen sind ja sehr nett, vorallem wenn der Alkoholpegel bei ihnen steigt aber wenn er zu sehr gestiegen ist, muss ich mich meistens vor dem einen oder anderen aufdringlichen Kerl in Sicherheit bringen. Es nervt mich total, dass viele Leute einfach anfangen Englisch mit mir zu reden und ich tu dann einfach so als könnte ich das nicht. Dass man mich mit steigendem Pegel auch öfters mal als "gringa" bezeichnet gefällt mir auch nicht wirklich. Aber im Großen und Ganzen sind die Leute sehr nett und neugierig und ich habe mittlerweile bestimmt schon 100 Mal erzählt, wo Kassel liegt

Dieses Wochenende gehts nun erstmal nach Pucon mit ein paar Leuten und bin schon sehr gespannt. Endlich mal ein bisschen reisen! Es wird bestimmt spannend.

 

9.9.10 20:37


Trekking Tour und Argentinischer Abend

Ich schreibe erst jetzt wieder, weil wir die letze Woche wegen des Wetters allesamt in einer Winterdepression versunken sind und die Tage im Bett mit Schokolade verbracht haben, wenn wir nicht an der Uni waren...aber am Samstag wurde alles besser, das Wetter war schön und wir waren wieder in Niebla und haben dort eine Trekking Tour gemacht (Die Fotos werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen hochladen) Es war ziemlich schön, wir sind über Felsen am Meer lang geklettert und haben uns an Pflanzen richtig steile Berge hoch gezogen und das ganze ca 5 Stunden lang. Es war wirklich abenteuerlich und anstrengend aber es hat sehr viel Spass gemacht und wir hatten einen tollen Ausblick auf das Meer und auf den schwarzen Strand...Die anschließenden Empanadas waren dann gleich doppelt so lecker.

 Abends waren wir dann im Strike und haben dort Pisco getrunken und Karaoke gesungen...Mö und ich haben mit voller Inbrunst "Summer Night" von Greese gesungen Auch ansonsten war der Abend sehr gut auch wenn wir ziemlich müde waren...

Sonntag Abend hatten wir dann Besuch. Eine Mexikanerin, Esme, eine Argentinierin, Naty, ein Chilene, Iwa, eine Brasilianerin und wir vier. Wir haben Mate getrunken, was eine argentinische Spezialität ist und Chancho gespielt, ein sehr lustiges Kartenspiel, bei dem man immer eine Karte weitergibt und versuchen muss, viert Karten von einer Sorte zu bekommen. Auf dem Tisch liegen währenddessen einige Löffel und zwar einer weniger als Leute um den Tisch sitzen. Wenn einer alle vier Karten hat, muss er den ersten Löffel ziehen und alle anderen müssen versuchen einen Löffel zu bekommen. Wer als einziger keinen Löffel abbekommt, bekommt dann einen Buchstaben auf die Stirn und wer als erstes so oft verloren hat, dass er "Idiota" auf der Stirn stehen hat, hat verloren. Ja...wer ist wohl der "Idiota" geworden? :D

Ansonsten...was ist hier anders...das Uniessen ist teuer und schlecht, die Mentalität hier ist teilweise etwas anders, wir haben zB jeden Abend besuch was manchmal, vorallem wenn man lernen muss etwas störend sein kann aber eigentlich immer lustig ist. Ansonsten werden Mö und ich am WE verreisen, wahrscheinlich zu zweit aber übernächstes WE werden wir wohl mit einer Riesentruppe nach Pucon fahren...man ist gespannt.

Liebe Grüße nach Deutschland

1.9.10 22:51


Von Pferden und merkwürdigen Bonbons

Was ist die letze Woche so passiert?

Mö und ich waren reiten! Erst einmal mussten wir uns- wie immer- zu unserem Ziel durchfragen. Als wir dann endlich da waren, mussten wir eine halbe Stunde warten, da der Mann noch die Pferde von der Weide holen musste und los ging es. Im Westernsattel mit einer Art Seil als Zügel und dem „chilenischen“ Reitstil (Seil in einer Hand stop-go-rechts-links)

Und ab ging es los in den Regenwald ohne Helm und ich auf einem Pferd, was Mös Pferd, sobald es im Umkreis von 5 Metern ankam, angebuckelt hat Außerdem sind wir keine normalen Reitwege geritten sondern mitten durch den Wald...da mussten wir schon aufpassen, dass wir nicht mit einem bein oder einem kopf am Baum hängen bleiben. Aber es war total schön, wir sind mitten durch dein „Regenwald“ geritten und hatten eine Menge Spass gemacht. In Zukunft werden wir das hoffentlich so einmal die Woche machen können wir waren und sind jedenfalls absolut begeistert.


Habe ich schon von der Uni erzählt? Ich habe vier Kurse den einen lustigen Sportkurs (Heute: Nehmt euch einen Ball eurer Wahl und spielt dann mal, Mö und ich haben Federball gespielt)

habe ich ja noch Fonetik: Dienstags von 8-11:20. Dieser Kurs lässt sich nur mit Humor und einer Portion Schokolade überstehen. Die Dozentin rattert in einer Geschwindigkeit ihre Präsi runter und dann dürfen wir anschließend Fragen dazu beantworten. Naja...

Literatura ist sehr gut und handelt im Prinzip viel von der kulturellen Identität Lateinamerikas. Wir müssen allerdings 7 Bücher lesen von denen ich das eine unter keinen Umständen anrühren werde, nämlich „La Casa Verde“. 10 Seiten dieses Buches auf Deutsch haben mir bereits gereicht. Interessant ist, dass dieser Kurs von 3 Dozentinnen unterrichtet wird, das heißt alle drei stehen vorne und reden mehr oder weniger abwechselnd. Hallo deutsches Bildungssystem! Welches Land hat mehr Geld, Chile oder Deutschland???


Und jetzt noch eine kleine Anekdote. Mö, Carlos (aus Kolumbien) und ich waren gestern in der Apotheke und haben Bonbons gekauft. Die Dame an der Theke meinte zu uns, dass diese Bonbons „Lactancia“ produzieren können...Da Mö und ich mal wieder nicht ganz dahinter kamen, was das sein soll, verfolgten wir unsere Standard Taktik: Grinsen und nicken.

Carlos hat sich in der Zwischenzeit schon vor Lachen weggeschmissen und vor der Apotheke wussten wir dann auch warum. Diese Bonbons können angeblich Muttermilch produzieren...Naja da waren wir schon ein bisschen geschockt und Carlos fand vorallem unsere sachliche Reaktion in der Apotheke lustig. Jedenfalls waren wir so geschockt dass wir ind er nächsten Apotheke nachgefragt haben ob das stimmt und die Frau dort meinte, das wäre nicht so. Falls es jemanden interessiert, die Bonbons scheinen harmlos. Aber es war in jedem Fall lustig.


Am Samstag haben wir ein typiusch Kolumbianisches Essen mit den Mädels gegessen: Bandeja Paisa: Mit Reis, Bohnen Avocado, Chorizo und noch einigem mehr was sehr lecker aber fettig war. Generell ist das essen hier lecker und fettig. Aber nicht wirklich viel anders als in Deutschland.


Ich habe im Moment keine neuen Fotos, da ich beim reiten und beim essen meine Kamera nicht mit hatte und Partyfotos stelle ich generell nicht hier rein, da mein blog ja ein seriöser blog ist

24.8.10 01:42


Bilder und besiegte Traumata

Also nach einiger Zeit Haareraufens vor dem Pc habe ich wieder rausgefunden, wie ich Bilder hier einbinde.

Ab jetzt kann man sich also Bilder anschauen und zwar unter... "Bilder"...wer hätte das gedacht?

Viel Spass mit den Bildern. Am Samstag waren wir in Niebla, was sehr sehr schön war (Siehe Bilder)

 

Und heute hatten Mö und ich unsere erste Stunde "Deporte y recreación" quasi Sport. Nach einer Runde Zirkeltraining wurde ich dann an meine Schulzeit erinnert. VÖLKERBALL! (wer mich kennt weiß, wie sehr ich Ballspiele verabscheue aber naja). Was ich jetzt damit sagen will ist, es hat sogar Spass gemacht...Mein Kindheitstrauma ist besiegt. Ich kann Völkerball spielen...haha

 

Ansonsten finde ich es sehr faszinierend, dass die Chilenen hier alle tanzen können. Auf einer Feier tanzt man sehr viel zu zweit. Bachata, Merengue und u.a. auch den Chilenischen Tanz Cueca (ich freu mich schon darauf ihn zu lernen). Jedenfalls können die hier alle sehr gut tanzen...sehr beeindruckend. 

Heute regnet es in Strömen in einem Ausmaß, welches man sich nicht mal in Göttingen (und das meine ich ernst) vorstellen kann...!

Liebe Grüße

17.8.10 00:04


Die erste Woche

Nun nach einer Woche habe ich endlich die Zeit, ein bisschen etwas zu erzählen.

Die letzen Tage waren sehr ereignisreich, Mö und ich haben uns ein Visum besorgt, was eigentlich ganz gut geklappt hat. Der Visummensch war ein sehr sympatischer Mann, der sich vollkommen in Mö und mich verliebt hat. Er war ganz anders als ein typischer deutscher Beamter... quatschte mit uns darüber, dass wir aufpassen müssen, nicht von einem Chilenen schwanger zu werden und wie uns die Stadt gefällt während nebenher Enya lief. Kein Wunder, dass man bei ihm so lange warten muss, er hatte es jedenfalls nicht eilig

Ansonsten haben wir diese Woche unser Unieinführungsprogramm und haben heute erst den Campus und dann Valdivia per Boot gesehen. Der Campus ist sehr schön, alle Gebäude sind in Gelbrot gehalten und aus Holz gebaut. Generell sind hier alle Häuser aus Holz.

Die Stadt an sich ist wunderschön, habe ich das schon erwähnt? Bunte Häuserchen, ein schöner Platz in der Mitte, der Fischmarkt mit den Seelöwen...Hier kann man sich wirklich wohl fühlen.

Es ist in der letzen Woche alles wahnsinnig schnell gegangen. Bereits am ersten Tag haben wir uns mit zwei Kolumbianerinnen angefreundet (Katha und Sofia) und gestern sind wir zu viert in ein wunderschönes kleines Häuschen gezogen (caba~na). Der Hogar, wo wir vorher waren, war dann doch eher wie eine Jugendherberge und ich hatte definitiv Flöhe im Bett. Bilder der Caba~na werden folgen... ich muss mir erstmal Picasa runterladen.

Die anderen Austauschstudenten sind meistn spanischsprachig, wobei auch ein paar Deutsche dabei sind. Mö und ich halten uns jedoch eher bei den spanischsprachigen Menschen auf, was uns schon einige abschätzende Blicke der anderen Deutschen beschert hat :D

Wir lernen also regional unterschiedliches Vokabular, spanisches, mexikanisches, kolumbianisches, argentinisches und chilenisches Spanisch. Die Chilenen versteh man übrigens nicht so ganz gut, da sie eigentlich die Hälfte von dem verschlucken was sie sagen wollen.

Ansonsten...ich vertrage das Essen bestens, was ich wirklich nicht gedacht hätte! Wir werden zwar angebaggert aber eher charmant als aufdringlich, damit kommt man also sehr gut zurecht.

Das Essen hier ist auch nicht so viel anders als in Deutschland, wobei es mehr viel mehr Fleisch gibt. Das Gemüse schmeckt allerdings viel besser.

Ansonsten...der Mond hier ist horizontal also die Sichel ist quasi um 90° gedreht. Die Luft riecht nach Rauch, weil man hier viel mit Kamin heizt. Wir versuchen das im Moment noch zu lernen und kommen uns vor wie Steinzeitmenschen

Am Wochenende werden wir wahrscheinlich nach Niebla fahren ans Meer...das ist nur 20 Minuten entfernt und mit den kleinen Microbussen (sie sind wirklich klein) kommt man schnell und preiswert dorthin. Preiswert ist hier sowieso alles...es ist kaum zu glauben. Mir fällt nur leider gerade kein Beispiel ein.Später vielleicht

13.8.10 02:38


Von Taxifahrern,Seelöwen und Kulturschocks

Nach einer Nacht im Flugzeug, die 14 Stunden gedauert hat, kamen wir schließlich in Santiago de Chile an („Wir“ sind Mö und ich) Es war ziemlich kalt und wir waren ziemlich aufgeregt und konnten es auch noch nicht so wirklich fassen, dass wir da waren.


Nach Alinas Infos wollten wir dann den Bus vom Flughafen nach Valdivia nehmen. Das hat leider nicht ganz funktionniert, da wir den Flughafen kaum verlassen haben, als bereits zwei Chilenen auf uns zu gerannt kamen.Sie meinten wir müssten ins Zentrum nach Santiago um den Bus nach Valdivia zu bekommen, auch als ich mehrere Male nachgefragt habe, haben sie nur wiederholt, wir müssten ins Stadtzentrum zum Terminal.Wir konnten das zwar nicht ganz glauben aber haben auch nirgendwo ein Terminal gesehen also haben wir ein Taxi genommen. Der Taxifahrer hat allerdings versucht uns total abzuziehen und uns für eine 10 Minütige Taxifahrt 80.000 Pesos (über 100 Euro!) abzuknöpfen. Er dachte sich wahrscheinlich, dass wir europäische Millionäre zu blöd wären, eine Währung umzurechnen. Jedenfalls konnten wir ihn auf 30.000 runterhandeln, was wahrscheinlich immer noch viel zu viel war. Willkommen in Chile :D


In Santiago bekamen wir erst einmal einen Kulturschock. Es sah dort doch teilweise sehr ärmlich aus und ich konnte mir bei manchen Häusern kaum vorstellen, dass dort Leute lebten. Der Taxifahrer setzte uns am Terminal aus, wo wir mit Gepäck orientierungslos und geflasht rumliefen und es schafften, einen Bus nach Temuco zu bekommen, da alle Busse nach Valdivia nur nachts fuhren. Es war schon sehr kalt in Santiago, sollte aber in keinem Vergleich zu Valdivia stehen.

Jedenfalls kamen wir nach einer langen Reise irgendwann auch in Valdivia an, haben zwischendurch die Landschaft bewundert (Riesen Kakteen und überall die Anden) wo ein nicht ganz so gieriger Taxifahrer uns für 1500 Pesos in unser Wohnheim brachte.


Hier lebe ich mit 2 anderen Mädels in einem Zimmer (ich hab sie leider noch nicht kennengelernt). Das Essen ist: fettig und zweimal am Tag gibt es warme Mahlzeiten. Ich werde mich in wenigen Wochen in eine Wurst verwandelt haben. Hier sind es gefühlte minus Grade, da es in Valdivia sehr feucht ist.


Gestern war jedoch ein sehr schöner Tag und Mö und ich haben eine Bootsfahrt auf dem Fluss „Rio Valdivia“ gemacht. Valdivia ist wirklich sehr schön. Wir waren vorallem von dem Fischmarkt begeistert, den es am Ufer des Flusses gab. Dort haben sich auch eine Menge riesiger, fetter Seelöwen getummelt, die die Reste vom Fisch abbekommen haben. Mö und ich haben auch ein paar füttern können.


Insgesamt denke ich, dass es sehr schwer ist, Chile zu beschreiben, wenn man dort ist. Ich glaube es ist zivilisierter als viele es sich vorstellen aber es ist eben trotzdem anders...definitiv lateinamerikanisch sofern ich das beurteilen kann. Mö und ich verhalten uns wie Touris und freuen uns die ganze Zeit über die verschiedensten Dinge (z.B. Kutschen, die Holz transportieren)


Die Immatrikulation verlief glücklicherweise problemlos, auch wenn wir erst einmalk unsere Dokumente zusammensuchen mussten. Mit dem Visum scheint das etwas schwieriger zu sein naja. Generell wird man hier oft von einem Ort zum nächsten geschickt, die einenn dann woanders hinschicken bis man irgendwann genau das findet was man sucht. Mit einer Portion Geduld und Humor (das mit der Geduld kenn ich eigentlich so garnicht von mir) lässt sich das aber gut überstehen.


Der Zeitunterschied hier beträgt 6 Stunden. Ich habe skype und ihr könnt mich gerne adden. Ich heiße dort „ovencheese“. Ich habe leider im Moment Probleme mit dem Internet, vielleicht regelt sich das sobald wir isn Uninetz können. Die Uni ist übrigens sehr schön, die Gebäude erinnern irgendwie an die Villa Kunterbunt in gelb und rot

Ich habe nun auch keine deutsche Handynummer mehr.

Ansonsten spreche ich schon recht viel Spanisch, habe ein paar Chilenen und zwei sehr liebe Kolumbianerinnen kennen gelernt. Ich kann mich eigentlich- außer über meine Zimmernachbarin, die 24 h am Tag Musik hört und über die Kälte- nicht beklagen.

8.8.10 14:59


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